Die Kathedrale der Geburt der Heiligen Maria, am Platz Duomo in Ortigia, ist ein Unikum der Welt: eine Kirche, die IN einem griechischen Tempel erbaut wurde. Die dorischen Säulen des Tempels der Athena (5. Jh. v. Chr., errichtet von Gelon nach dem Sieg von Imera) sind noch sichtbar, in die Mauern integriert: man kann sie sowohl außen in der Via Minerva als auch im Inneren des Schiffs berühren. Der Tempel wurde im 7. Jahrhundert zur byzantinischen Kirche, dann zur Moschee und schließlich wieder zur Kathedrale unter den Normannen. Die heutige Fassade ist ein Meisterwerk des sizilianischen Barocks (Andrea Palma, 1728-1753), nach dem Erdbeben von 1693 wieder aufgebaut, mit Statuen von Ignazio Marabitti. Im Inneren: das Taufbecken aus einem griechischen Krater, die Kapelle der Heiligen Lucia, der Schutzpatronin der Stadt, mit der silbernen Statue, die am 13. Dezember in Prozession getragen wird. Der Platz Duomo, der sich davor erstreckt, ist elliptisch und ganz im Barockstil gehalten und gehört zu den schönsten in Italien.
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